Gabriele Häußler

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Psychoanalyse | Psychotherapie

Elternseite

Fachliche Hilfe durch psychodynamisch orientierte Behandlungsverfahren in der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und analytische Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen)

Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist von deutlichen psychischen und körperlichen Veränderungen gekennzeichnet. Zahlreiche Entwicklungsaufgaben müssen dabei erledigt werden. Nicht immer verläuft deshalb die Entwicklung in Kindheit und Jugend glatt und reibungslos. Manchmal treten Probleme und Auffälligkeiten auf, die – weil sie Ihr Kind in seiner Entwicklung beeinträchtigen und nicht mehr bewältigt werden können – Anlass zur Sorge für Sie als Eltern sind.

Dies können neurotische oder psychosomatische Symptome sein, Verhaltensstörungen oder anhaltende Konflikte. Manchmal sind diese so belastend, dass Ihr Kind die anstehenden Entwicklungsaufgaben nicht mehr lösen kann und eine psychotherapeutische Behandlung erforderlich ist. Bei Kindern und Jugendlichen steht die psychotherapeutische Behandlung unter besonders günstigen Voraussetzungen. Dies liegt daran, weil sich Fehlhaltungen, Störungen und Symptome gerade erst ausbilden und noch nicht so fest gefügt sind wie bei Erwachsenen. Ihre Auflösung gelingt deshalb meist schneller als bei Erwachsenen.

Wie bei Erwachsenen vollzieht sich auch bei Kindern die psychodynamisch orientierte Psychotherapie nach dem Verständnis der Psychoanalyse als Wissenschaft des Unbewussten: Unbewusste seelische Spannungen sollen bewusst gemacht werden mit dem Ziel, an die normale Entwicklung wieder anzuknüpfen. Hierfür hat bei Kindern das therapeutische Spiel eine bedeutsame Funktion: Aus einem Angebot von Spielmöglichkeiten im therapeutischen Raum wählt Ihr Kind aus und entwickelt spontane Spiele. Hier können nun Spielgegenstände wie auch die Therapeutin selbst die Bedeutung von Ersatz-Objekten annehmen (beispielsweise kann ein Plüschtier im Spiel zum Vater werden, eine Kasperpuppe wird vielleicht zum Bruder, die Therapeutin zur Mutter o.ä.). Ihr Kind stellt also im Spiel unwillkürlich die häusliche Szene her und gibt damit der Therapeutin die Möglichkeit, die psychischen Konflikte kennen zu lernen. Ermutigungen und Anregungen der Therapeutin können zu einer entlastenden Abreaktion aufgestauter Affekte führen.

Neue Verhaltens- und Umgangsformen sowie Konfliktlösungen können im Spiel ausprobiert werden. Neben nonverbalen Formen der Kommunikation spielt auch die Kommunikation über das Sprechen eine wichtige Rolle. Unaussprechliches kann anvertraut und ausgesprochen werden, beispielsweise können namenlose Ängste plötzlich einen Sinn bekommen oder starke Affekte wie beispielsweise Wut benannt werden. Ähnlich wie beim Spiel, werden sich auch beim Malen, im therapeutischen Sandspiel sowie beim Töpfern und dem Umgang mit anderen kreativen Materialien Übertragungskonstellationen abbilden, die dann im Gespräch mit der Therapeutin enträtselt werden können.

Besonderen Raum nehmen in der Kinderpsychotherapie die kontinuierlich stattfindenden begleitenden Gespräche mit den Eltern und Bezugspersonen ein. Dabei wird Ihnen die Therapeutin über die inneren Probleme Ihres Kindes berichten. Vielleicht wird sie mit Ihnen auch über Probleme sprechen, die Sie selbst haben, weil diese Probleme indirekt auf das Erleben oder Verhalten Ihres Kindes einwirken können. So werden im gemeinsamen Gespräch Möglichkeiten gefunden, mit Hilfe derer Sie zu Hause selbst zur Gesundwerdung Ihres Kindes beitragen können. Diese Gespräche mit den Eltern oder anderen Bezugspersonen werden, da sie unmittelbar zur Psychotherapie des Kindes dazu gehören, auch von der Krankenkasse Ihres Kindes bezahlt.